>Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn.< Jorge Luis Borges >

Friday, 9. december 2011 5 09 /12 /Dez. /2011 18:22

Wenn man große Träume hat, muss man auch große Opfer bringen. Das war mir immer klar. Allerdings habe ich mir das leichter vorgestellt. 
Ich habe mein Leben hier immer zu schätzen gewusst. Die wundervollen Menschen, mit denen ich mich umgebe immer als etwas Besonderes angesehen, die Dinge, die ich erleben durfte immer als kostbare Erinnerungen gespeichert. 
Doch besonders in den letzten Tagen habe ich mein Leben hier zu lieben und schätzen gelernt. Wenn man kurz davor ist etwas aufzugeben und hinter sich zu lassen, wird einem der Wert dieser Dinge erst wirklich deutlich.http://www.freundin.de/Psychotest/23686697_482dad8d56.jpg

Man fängt an sich zu fragen, was man von seinem eigenen Leben erwartet und ob man dies nicht eigentlich schon längst gehabt hat. Die Möglichkeit etwas verlieren zu können, öffnet einem erst die Augen dafür, wie wichtig es einem ist.

Doch leider können wir die meisten Dinge auch nicht auf- oder festhalten. Dinge verändern sich und wir sind gezwungen uns mit ihnen zu verändern.

Wenn man begreift, dass man etwas, das man einmal hatte, nie wieder haben kann, dann muss man nach etwas suchen, dass genauso gut ist.

Je weiter meine Welt sich von mir wegbewegt, desto stärker möchte ich sie festhalten.

 

In einen neuen Lebensabschnitt geht man wahrscheinlich immer mit gemischten Gefühlen rein. Mit der Freude und Neugier, auf das was kommt, aber auch mit der Sehnsucht und der Trauer über das was war. Man beginnt alte Entscheidungen in Frage zu stellen, die einem zu neuen Entscheidungen gebracht haben. Man sieht alltägliche Dinge plötzlich mit völlig anderen Augen.

Man sieht sich selbst mit anderen Augen.

 

Ich habe etwas Tolles hier, ich merke immer mehr, wie sehr ich es liebe und wie sehr es mir fehlen wird, wenn ich es nicht mehr habe. Aber ich sehe auch, dass Menschen Entscheidungen treffen, dass wir alle unseren Weg weitergehen und es nichts bringt als Einzige stehen zu bleiben.

 

Ich habe gedacht, dass es einfacher wäre. Wahrscheinlich wollte ich glauben, dass es einfach ist. Ich habe mich geirrt.

 

Doch egal, wo dieser Weg mich hinführen wird, egal ob er eine Sackgasse ist oder ein Highway ins Glück, die Entscheidung zu gehen, hat mir bewusst gemacht, dass es sich gelohnt hat hier gewesen zu sein und dass es viele Gründe gibt, wieder zu kommen.

 

Ich freue mich, auf alles was mir bevorsteht. Aber ich schaue mit Stolz, Glück, Freude und Liebe auf das zurück, was ich hier bekommen habe. Ich danke all den wunderbaren Menschen, für die es sich komisch anfühlt, mich zu verabschieden. Seid euch gewiss, dass ich nicht nur heute schon die ein oder andere Träne für euch verdrückt habe.

 

Heute ist nicht alle Tage - ich komm wieder, keine Frage ;) 

 

 

 

 

veröffentlicht in: Große Gefühle - von Jana Eve
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Wednesday, 30. november 2011 3 30 /11 /Nov. /2011 00:30

PB190001

Ich sah mit an, wie die liebenswürdigsten Menschen meiner Welt ohne Liebe leben mussten .

Ich habe mit angesehen, wie Menschen sich von dem Hass anderer infizieren ließen.

Ich habe gesehen, wie Menschen andere verletzt haben, nur um nicht alleine in Schmerz leben zu müssen.

Ich  habe intelligente Menschen in Dummheit ertrinken sehen, die sie sich selbst eingeschenkt hatten.

Ich hab Menschen alles verlieren sehen, weil sie krafthaft an etwas festhalten wollten.

Ich habe gesehen, wie Freunde sich so mit Schuld zu schütteten, bis sie sich nicht mehr in die Augen sehen konnte.

Ich habe zu viele Menschen an ihrer eigenen Angst scheitern, ihre Wünschen in den Dreck und ihre Visionen und den Papierkorb werfen sehen.

Ich habe gesehen, wie es immer die falschen Leute traf, ohne jemals jemanden getroffen zu haben, für den es richtig gewesen wäre.

Ich habe Liebe an Beatmungsgeräten hängen sehen, im Wachkoma liegend, bis jemand sie in den Freitod entließ.

Ich habe Menschen an der Dunkelheit ersticken sehen.

Ich sah mit an, wie aus Freunden Fremde wurden, weil sie plötzlich nicht mehr dieselbe Sprache sprechen wollten.

Ich habe gesehen, wie Pflänzchen zertreten wurden, nur aus Angst sie nicht gießen zu können.

Ich habe den giftigen Biss der Eifersucht Beziehungen zerstören sehen.

Ich sah mit an wie ein einziger Tropfen voller Lügen ein Meer aus Wahrheit vergiftet hat.

Ich habe Menschen in Stille schreien sehen, weil ihr Wort kein Ohr fand.

Ich sah mit an, wie Menschen an ihrem Wissensdurst vertrockneten, wie kein Wasser der Welt sie hätte am Leben halten können.

Ich sah mit an, wie Menschen versuchten, sich so langsam umzubringen, dass es ganz natürlich schien.

Ich habe Menschen gesehen, die lebend ewig tot waren.

 

 

Ich habe mir die Augen ausgestochen, als ich nicht mehr sehen wollte. Doch was ich hörte hat mich noch viel mehr erschreckt.

 

 

veröffentlicht in: Gedichte - von Jana Eve
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Thursday, 24. november 2011 4 24 /11 /Nov. /2011 22:55

22. Noch 22 bis 22. 22 Tage bis ich 22 werde. 22.

Und heute ist einer dieser Tage. Einer dieser Tage, nach denen du erfahren hast, dass der Typ mit dem du dich über deinen Ex hinweggetröstet hast nächsten Monat heiratet. Und du immer noch alleine bist.

Du überlegst kurz, ob du deinen Ex anrufen sollst, immerhin stand der ja mal auf dich und vielleicht gibt es da ja doch noch irgendeine Chance, immerhin vielleicht auf Sex. Aber dann fällt dir ein, dass das mit dem Sex schon damals nicht besonders gut geklappt hat. Weil ihr 1 von 3 Jahren eh mehr Freunde als Geliebte ward. Und weil er zwar eigentlich ein guter Fang, aber eben nicht der Typ war, der dich völlig verrückt gemacht hat. Falls es den überhaupt gibt.

Der Joghurtbecher auf meinem Schreibtisch sieht schon ein bisschen kuschelig aus. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich hier einen Joghurt gegessen habe. Aber auch wenn ich mir manchmal sicher bin, dass Müll rennen und sich in der Wohnung verteilen kann, sieht der Joghurtbecher nicht aus als wenn er von alleine dorthin gekommen wäre. Obwohl sich mit der Zeit sicher Leben darin bilden kann. Oder gebildet hat.

Ich würde sagen, dass ich gar nicht so unordentlich bin, auch wenn meine Freunde da widersprechen würden. Mein Chaos hat jedoch weniger mit Unordnung als mit Antriebslosigkeit zu tun. Und an der bin ich nun wirklich nicht selbst schuld.

Süß!“, sagt mein Berufsschullehrer, wenn jemand Geburtstag hat und sagt, dass er 22 geworden ist. Die meisten in meiner Klasse sind dieses Jahr nämlich auch 22 geworden. Diese Zahl schwebt also schon länger unheilvoll über meinem Kopf.

Süß“ ist jedoch das einzige, was ich diesem Alter nicht abgewinnen kann. 22 ist wie ich finde ein völlig unnötiges Alter. 3 werden war cool wegen dem Kindergarten. 6 werden war cool wegen der Schule. 15 werden war cool, weil man Roller fahren durfte. 16 werden hieß Bier trinken und zu meiner Zeit ( allein das ich diese Phrase benutzen kann zeigt doch, dass ich wirklich ALT werde) auch legal rauchen. Und 18 war eben die goldene 18. Selbst der 21 konnte ich während meines Amerikaurlaubes etwas abgewinnen.

67 werden ist vielleicht auch noch mal cool, falls es in 45 Jahren noch so etwas wie das „Renteneintrittsalter“ gibt. Obwohl ich so alt eigentlich nie werden möchte. Aber 22…

22 wird nicht einfach, denn 21 sein ist es auch nicht. Und ich erwarte erst mal keine Besserung.

Das sieht Mama natürlich ganz anders. Hach, wie einfach es doch war 21 zu sein. Man hatte keine Kinder um die man sich kümmern muss, man hatte keine Verpflichtungen. Und gerade in der heutigen Zeit. Wenn sie damals das verdient hätte, was wir heute in der Ausbildung verdienen. Und sie konnte keinen Neuwagen fahren. Und selbst heute kann sie sich lange nicht so viel leisten wie ich mir. Weil sie Kinder hat. Und die sind teuer. Auch wenn die schon 19 und 21 sind. Oder eben gerade deshalb.

Mama ist das beste Beispiel einer modernen Mutter. Sie zahlt 200 Euro im Monat dafür, dass sie mich los ist und ich nicht mehr bei ihr wohne. So sind moderne Mamas. Die sind froh, wenn ihre Kinder endlich groß sind, damit sie ihr „eigenes Leben mal wieder leben können“.

Also wohne ich nicht mehr bei Mama. Und auch nicht bei Vater. Sondern alleine. Auch ohne Freund. Sonst wäre mir ja die Hochzeit meiner Ablenkung egal.

Der Handywecker dudelt mein ehemaliges Lieblingslied, das ich jetzt so oft gehört habe, dass ich es eigentlich nicht mehr leiden kann. Aber weil in meinem Leben gerade alles durcheinander ist, halte ich wenigstens daran fest. An Coldplay. An Yellow. Und an meinem Handywecker.

Der Wecker sagt, dass ich eigentlich schon wieder zu spät aufstehe. Ich lasse ihn extra ab 6:03 bimmeln, damit ich es eventuell schaffe um 06:30 aufzustehen. Früher konnte ich beim ersten Klingeln aus dem Bett springen. Diese schlechte Aufsteh-Gewohnheit hab ich mir damals bei meinem Ex abgeguckt. Man behält ja immer etwas vom anderen.

06:42. Wenn man die 5 Minuten abzieht, die mein Wecker extra vorgeht, weil ich immer noch hoffe mich morgens doch selbst noch verarschen zu können, bin ich also schon 7 Minuten zu lang im Bett. In Mathe war ich schon immer ein Genie.

Weil ich meinen Job hasse, überlege ich auch diesen Morgen wieder auf der Arbeit anzurufen und mich krank zu melden. Überlege ich mir jeden Morgen, habe ich jedoch noch nie gemacht, auch nicht, wenn ich wirklich krank bin. Dann gehe ich zur Arbeit bis mich jemand nach Hause schickt. Dann wissen alle ich bin kein Blaumacher und denken sich nichts böses, falls ich doch mal blau mache.

22 Tage. Und danach noch genau 3 Monate bis ich arbeitslos bin. Eine Entscheidung, die ich selbst getroffen und nicht bereut habe, aber die mir viel Angst macht. Und wegen der meine Mutter mich noch in den Wahnsinn treibt.

Als würde es nicht reichen, dass ich sowieso keine Ahnung habe, was ich aus meinem Leben machen soll, muss sie mich auch noch ständig danach fragen und dabei dieses Gesicht mit der künstlichen Sorgenfalte aufsetzen. Als moderne Mama von heute möchte sie nämlich, dass ihre Kinder endlich groß werden und sie ihr Geld für sich ausgeben kann. Wenn die Tochter dann nach der Ausbildung mit Studiums-Plänen kommt, kann das so eine moderne Mama schon mal künstlich besorgt gucken lassen in der Hoffnung, dass die Tochter doch den sicheren Job in der Versicherung annimmt. Wird doch ganz gut bezahlt. In der heutigen Zeit sollte man doch froh sein, wenn man einen Arbeitsplatz hat. Und so schlimm kann das ja alles nicht sein.

Hallo Frau Schiffer, hier ist Sarah Baumann. Ich möchte mich für heute krank melden. Also ich muss. Weil ich bin krank. Hust, hust.“ „Kein Problem, Frau Baumann. Werden Sie schnell wieder gesund.“

Kein Problem? Na klasse. Nicht mal auf der Arbeit braucht man mich also.

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Friday, 18. november 2011 5 18 /11 /Nov. /2011 13:39

Die eigene Situation kann man meistens erst mit ein bisschen Abstand selbst einschätzen und verstehen. Während wir uns in der Situation stark vorkommen, uns normal fühlen und meinen in gutem Zustand zu sein, können wir oft erst nachdem wir eine solche Phase überwunden haben wirklich sagen, wieviel Schaden sie in uns angerichtet hat.  http://www.dradio.de/images/29691/landscape/

 

Wenn das Leben uns zu zerbrechen scheint, haben wir nur die Möglichkeit, unsere wichtigsten Teile in uns festzuhalten. Nicht selten gehen dabei Teile von einem verloren, für die man nicht mehr genug Arme hatte, um sie festzuhalten.

 

http://www.wunderweib.de/media/redaktionell/wunderweib/familieratgeber/haushalt/tipps/35haushaltstipps2010/beschlagen-spiegel.jpgWenn ich die letzten Monate zurückblicke, sehe ich eine Fremde vor mir. Es scheint mir das Leben einer Anderen zu sein, dass ich leben musste. Ich hatte so Schwierigkeiten mich noch zusammen zu halten, dass selbst ein Lachen eine zu große Erschütterung war. Ich habe die Welt wie durch ein beschlagenes Fenster gesehen. Alles schien mich zu erdrücken.

 

Von dem heutigen Standpunkt kann ich sagen, dass ich lange Zeit nicht ich gewesen bin. Dass ich mich weggesperrt hatte, um sicher zu gehen, dass die Grundfunktionen noch laufen. Ich habe mich selbst runtergekühlt um größere Schäden zu vermeiden.

Ich habe mich in ein emotionales Koma gelegt.

 

In Momenten, in denen das Lebe dir übel zuspielt, dir Dinge entreißt, der ein Gewicht auf deine Schultern legt, unter dem du schwankst, dann hat man manchmal keine andere Chance als stehen zu bleiben, uns auszubalancieren und neue Kraft zu sammeln.

 

Es ist okay, sich so eine Auszeit zu gönnen, wenn es anders nicht mehr geht. Es ist ein Schutzmechanismus der menschenlichen Seele, ein Am-Leben-Erhalten.

 

Wichtig is, dass wir aus dieser Starre wieder aufwachen. Dass wir uns wieder erwärmen, dass wir unsere Rehabilitation anfangen. Es ist unmöglich von heute auf morgen wieder der selbe Mensch zu werden. Schnitte hinterlassen ihre Narben auf der Haut, Schicksale hinterlassen ihre Narben auf der Seele. http://img1.seite3.ch/news/309/240886-beschlgenespiegel.jpg

 

Erkenntnis ist der erste Weg in die richtige Richtung. Sich selbst einzugestehen, dass man gar nicht so stark war, wie man gedacht hat, sondern hart geworden ist, kann helfen sich wieder zu lockern.

Sich selbst einzugestehen, dass wir mehr Angst hatte, als man offen zugegeben hat, kann helfen, sich von seinen Ängsten zu befreien.

Sich selbst einzugestehen, dass wir uns unfair behandelt fühlen, kann die Wut in uns lösen.

 

Einen Schritt näher an das Fenster zu treten, kann uns durch den Nebel blicken lassen. Manchmal brauchen wir auch einfach jemanden, der uns hilft, wieder klare Sicht zu bekommen.

 

Ich bin nicht einfach gewesen in den letzten Monaten, aber ich habe es auch nicht einfach gehabt. Ich bin unendlich dankbar, dass ich Menschen in meinem Leben habe, die geduldig mit mir waren, die mich nicht aufgegeben haben, sondern mir jetzt helfen meine Stücke wieder aufzusammeln.

 

http://data6.blog.de/media/749/4193749_f36e7c5490_m.jpegManchmal bleibt uns keine andere Chance als wie der Phoenix aus der Asche neugeboren zu werden. Wenn es sein muss auch zweimal. Wir müssen versuchen aus unseren Niederlagen Kraft zu schöpfen, stärker zu werden um auf das, was kommen mag, gefasst zu sein. Wir müssen versuchen uns selbst wieder zu finden, unsere verkrampften Gelenke zu lockern, um zu sehen, ob sie noch funktionieren. Wir müssen lachen um zu sehen, wie viel Erschütterung unser Körper wieder aushält. Wir müssen weinen um die Geister los zu werden, die uns nachts nicht schlafen ließen um wieder frei sein zu können und kein Gefangener in uns selbst.

 

 

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Sunday, 13. november 2011 7 13 /11 /Nov. /2011 22:55

 if I'm flying or falling.

 
Das Leben hat so viele Wendungen. Freunde werden manchmal Fremde und jemand, der gestern noch ein Fremder war, kann plötzlich dein ganzes Leben verändern. Ein sicherer Ort kann zu unserem eigenen Gefängnis werden und ein fremder Ort plötzlich ein Zuhause. 
In einem Moment scheinen wir die Welt in unserer Hand zu halten, in der nächsten Sekunde verlieren wir den Boden unter den Füßen. Niemandem ist ein Morgen garantiert und doch sorgen wir uns um übermorgen mehr als um heute. Gestern können wir nicht mehr ändern und doch definieren wir uns mehr an dem, was wir gestern getan haben als an dem, was wir heute tun können. 
 
Leben ist nicht immer mit beiden Füßen auf festem Grund zu stehen. Für mich jedenfalls hat es in letzter Zeit mehr etwas von wie eine Feder in der Luft schweben gehabt. Und nie bin ich mir so ganz sicher, ob ich fliege oder falle. Und auch nicht, ob ich tatsächlich eine Feder oder doch eher eine Plastiktüte bin.
Jede Sekunde kann der Wind einen in eine völlig neue Richtung blasen. Und genauso wenig, wie sich der Wind beeinflussen lässt, lässt sich unser Schicksal steuern. Wir können uns nur der Richtung des Windes fügen und versuchen uns von ihm so weit wie möglich tragen zu lassen. 
 
Ich bin nur ein Mädchen, das versucht ihren Platz in dieser Welt zu finden. Ein jeder von uns hat sich sicher schon einmal ein bisschen fehl am Platz gefühlt. Ein bisschen unverstanden. Ein klein bisschen anders. Dieses Gefühl kann einen wie ein böser Schatten verfolgen, der in Momenten größter Freude und größter Trauer nicht auffällt, aber bei normalem Tageslicht große Ausmaße annehmen kann. 
 
Vielleicht müssen wir macnhmal die Augen schließen und uns von der Klippe stürzen. Nicht um wegzulaufen, nicht um Selbstmord zu begehen, sondern um die Chance zu ergreifen, vom Wind dorthin getragen zu werden, wo wir, wenn wir fallen, weich landen.
 

 

von Jana Eve
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Tuesday, 25. october 2011 2 25 /10 /Okt. /2011 22:15

"Jugendfreundschaften wie Blutsverwandtschaften haben den bedeutenden Vorteil, daß ihnen Irrungen und Mißverständnisse, von welcher Art sie auch seien, niemals von Grund aus schaden und die alten Verhältnisse sich nach einiger Zeit wieder herstellen."
Johann Wolfgang von Goethe

 

  Zum Ende meiner Schulzeit wurde mir von vielen Leuten prophezeit, dass egal wie fest meine Schulfreundschaften auch sein mögen, ich mit den meisten nach spätestens einem Jahr keinen Kontakt mehr haben werde. Stolz kann ich dem wiedersprechen. Unsere Freundschaften haben sich in den letzten drei Jahren gefestigt, gestärkt. Sie sind mit uns gewachsen und erwachsen geworden. Sie sind wie eingelaufene Schuhe, in denen man sich wohl fühlt und mit denen man bequemer durchs Leben gehen kann. Sie haben ihre Hochs und Tiefs gehabt, ihren Regen und ihren Sonnenschein. Sie sind ein Geschenk, eine Aufgabe und ein Wunder.

 http://2.bp.blogspot.com/-FLIpxvjbnLY/TawqZgwHb3I/AAAAAAAAAC0/LsKS1PFp70s/s1600/Zusammenhalt.jpg

Je älter man wird, desto mehr braucht man einen Weißt-du-noch-Freund.“
Tilla Durieux 

 

Die Freundschaften, die man in den Jugendjahren schließt und ins Erwachsenenalter mitnimmt, sind die Wiederstandsfähigsten, Ehrlichsten und Aufopferungsvollsten. Nur selten treffen wir später Menschen, mit denen wir so viel Leid und Freude teilen, mit denen wir so ehrlich sein können, mit denen wir uns so wohl fühlen. Sie sind das wertvollste Geschenk, das die Jugend uns gibt.

 

Mit jedem neuen Lebensabschnitt kommen Veränderungen auf uns zu. Neue Städte, neue Länder, neue Menschen. Neue Ideen, neue Träume, neue Wünsche, neue Ziele. Neue Prioritäten. Es kommt die Zeit, da wir unseren Platz in der Welt suchen müssen. Niemand kann vorhersagen wohin ihn diese Reise hinführen wird.

 

Unsere Freundschaften werden sich verändern, denn wir werden uns verändern.

 

Wir werden uns von alten Mustern lösen müssen, wir werden Dinge aufgeben müssen um für Neues Platz zu schaffen. Wir müssen Toleranz lernen; loslassen, festhalten. Manchmal müssen wir ein Leck von Verständnis mit blinder Liebe füllen. Wir haben und werden Abschiede erleben.

Aber wir werden uns nicht "Lebewohl!" sondern "Bis bald!" sagen, wir werden weiter Tränen zusammen weinen und Freude gemeinsam erleben. Und selbst wenn nicht, werden wir immer ein Teil der Anderen sein, nie vergessen was wir für einander gewesen sind. Die Erinnerungen werden nie verloren gehen. Sie haben uns zu denen gemacht, die wir sind und werden damit auch beeinflussen wer wir werden.

 

"As I look back on all that's happened...growing up, growing together, changing you, changing me -- there were times when we dreamed together, when we laughed and cried together. As I look back on those days, I realize how much [...] I truly love you. The past may be gone forever... and whatever the future holds, our todays make the memories of tomorrow. So, my lifetime friend, it is with all my heart that I send you my love, hoping that you'll always carry my smile with you, for all we have meant to each other and for whatever the future may hold.”
 (Author unknown)

 http://i.rrhoblog.de/dateien/2006/11/P1030737_mitnehmen.JPG

Ich nehme euch mit. Egal wohin unsere Wege uns führen mögen, egal wie oft wir uns in zehn Jahren noch sehen und hören. Ich nehme euch mit. In der, die ich bin und in der, die ich sein werde. So wie ich immer ein Teil von Euch bin, seid ihr für immer ein Teil von mir.

 

“Even though we've changed and we're all finding our own place in the world, we all know that when the tears fall or the smile spreads across our face, we'll come to each other because no matter where this crazy world takes us, nothing will ever change so much to the point where we're not all still friends.”

Maria  Robins 

 

Ich liebe euch für das was ihr ward, für das was ihr seid und sein werdet. 

 

veröffentlicht in: Freundschaft - von Jana Eve
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  • ein verkanntes Genie. Möchtegern-Schriftstellerin gefangen in ihrem Leben, Angst vor der Zukunft und kann es doch kaum erwarten was diese Welt mir noch zu bieten hat. "Be an original in a world full of copies."

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