Weil einsam sein immer schwerer wird
ne zu haben, ohne Stress, ohne Verantwortung, ohne jemanden bei sich. Zu dieser Gruppe von Menschen gehöre ich nicht. Ich kann nicht gut alleine sein, obwohl ich mich gut selbst beschäftigen kann. Aber ich brauche immer jemanden um mich, ich brauche die Nähe von anderen Menschen.Und jeden Tag wird es schwerer für mich alleine zu sein. Jedes Mal, wenn ich alleine zuhause bin, bekomme ich das Gefühl in meiner eigenen Trostlosigkeit gefangen zu sein. Ich entwickle manchmal fast Abneigung gegen mein eigenes Zuhause.
Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und weiß, mein Freund ist noch nicht da, suche ich jeden Gelegenheit mich von unserer Wohnung fern zu halten. Ich rufe schon auf der Fahrt meine Mutter an, ob sie zuhause ist oder fahre direkt bei ihrer Arbeit vorbei um zu sehen, ob ich sie zuhause antreffe und wenn ich sehe, dass sie am arbeiten ist, fahre ich weiter, bloß nicht in Richtung Heimat. Ich rufe Freunde und Freundinnen an aber jeden Tag merke ich mehr, wie sehr sie alle von dem alltäglichen Trott gefangen sind.
Zu beschäftigt um zuzuhören, zu beschäftigt um zu verstehen. Nur Zeit zum reden.
Ich selbst habe kaum Zeit um die Menschen zu sehen, die vorher meinen Tag erfüllt haben. Und ich denke daher kommt diese Leere. Klar, alleine sein will ich nicht, aber Zeit um zusammen zu sein fehlt auch.
Wir alle leben neben ein ander her, hetzen von einem zum nächsten Termin und merken dabei gar nicht, dass die Zeit umgeht und wir doch einsam sind. Zu beschäftigt mit den belanglosen Dingen des Lebens haben wir kaum Zeit um für uns da zu sein, um das Leben mit Liebe zu füllen.
Und so werden de Jahre vergehen und es wird immer schwerer alleine zu sein, die Einsamkeit die in einem ist, wird nämlich immer größer...
Und so kommt mir jede Minute, die ich nicht mit jemanden zusammen bin einsam vor. Und jeder Tag, an dem ich nicht so viel erlebt habe, wie ich konnte.
Ich habe nächste Woche Geburtstag und hoffe, dass sich an dem Tag ein paar Leute die Zeit nehmen um meine Einsamkeit zu unterbrechen und in mir wieder die Sicherheit kommt, nie alleine zu sein.