Während die Tanzfläche sich zügig füllte, bat Ray Jenny mit ihm tanzen zu gehen. Diese sah ihn verwundert an. „Du kannst tanzen?“ „Hey, ich hab in Amerika meinen Abschluss gemacht, klar kann ich tanzen.“ Er reichte Jenny seine Hand, die sie zögernd annahm. „Aber ich kann nicht tanzen“, gab sie beschämt zu. Ray zog sie mit sich. „Ich verspreche dir, es wird niemand merken.“ Ray legte Jennys Arme um seinen Nacken, fasste sie vorsichtig an den Hüften und begann sich langsam mit ihr im Kreis zu drehen. Nachdem er sich an den ungewohnten Anblick gewöhnt hatte, fand er sie wunderschön in ihrem Cocktailkleid. Natürlich hatte sie sich erst geweigert sich ein Kleid von ihm kaufen zu lassen, aber er hatte in ihren Augen gesehen welches das Rich¬tige gewesen war und hatte es einfach mitgenommen. Und natürlich war es das Lilafarbene gewesen. Ray schmunzelte. Manchmal war sie so leicht zu durchschauen. Er zog sie näher an sich, so dass ihr Kopf auf seiner Schulter lag. Der Duft ihres Haarees stieg ihm in die Nase und er schloss die Augen um ihn in sich aufzunehmen und zu genießen. Wie leicht es sein konnte, sein gesamtes Glück in den Armen zu halten. Der Stoff des Kleides unter seinen Fingern fühlte sich kalt und glatt an. Glatt genug, um durch seine Finger gleiten zu können, nicht fest genug um ihn halten zu können. Doch so schwer es auch war ihn zu halten, schien es fast unmöglich es nicht zu tun. „Ich liebe dich“, murmelte Jenny ihm glücklich ins Ohr. Ray schloss die Augen. Manchmal musste man etwas los lassen um es nicht zu zerstören.
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