Es fiel Jenny schwer, Ray am nächsten Morgen wach zu bekommen. Er schien gar nicht richtig aus dem Schlaf zu kommen. Als sie Ray endlich so weit wach hatte, dass er aufstand, waren sie schon zehn Minuten zu spät zu ihrem Termin mit Dr. Heu­ser. Jenny war genervt und gestresst. Sie drä­n­g­te Ray sich zu beeilen, doch dieser schien sich nur noch mehr Zeit zu lassen. „Ich geh schon mal zum Au­t­o, vielleicht schaffst du es schneller, wenn ich nicht da sind“, sagte Jenny genervt und ver­schwand aus dem Zimmer.

Während sie auf den Aufzug wartete ärgerte sie sich über Ray. Sie fuhren schließlich für ihn in die Klinik. ‚Wenn ihm das alles zu viel ist, sollte er vie­l­­leicht gar nicht mehr mit ins Hotel kommen’, dach­te sie mürrisch.

Gerade als der Aufzug endlich angekommen war, be­­­merkte Jenny, dass sie den Autoschlüssel auf der The­­ke liegen lassen hatte. Genervt ging sie zu ihrer Zim­mertür zurück und klopfte dagegen. Nachdem Ray ihr die Tür nicht aufmachte, suchte sie wütend nach ihrer Schlüssel­karte und öffnete genervt die Tür.

„Ich hab den Schlüssel vergessen. Bist du mittler­wei­le fertig?“, rief sie beim Türöffnen in den Raum. Doch sie bekam keine Antwort.

„Ray, Baby. Jetzt sei nicht böse. Ich hasse es ein­fach zu spät zu kommen. Ich wollte dich nicht stres­­­sen. Wo bist du?“

Jenny suchte das Zimmer mit ihren Augen ab, konn­te Ray jedoch nicht sehen. Mit einer bösen Vo­r­­ahnung ging sie ins Badezimmer.

Nizza. Dejavu. Ray lag einfach auf dem Bo­­den und reagierte nicht mehr auf ihre Worte. Jen­­ny hat­te schon ihr Handy in der Hand bevor sie sich zu Ray runter­ge­beugt hatte. Sie rief nicht den Not­ruf, sondern direkt die Klinik an und bestellte ei­nen Krankenwagen.

Jenny beugte sich zu Ray und stellte mit E­r­leich­te­r­ung fest, dass er atmete. Sie legte seinen Kopf auf ihren Schoß und begann ihn zu küssen. „Schatz, die Ärzte wer­den gleich da sein. Halt durch. Du kannst mich noch nicht verlassen. Bitte halt durch. Es tut mir so leid.“

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