Romanhelden III
Es fiel Jenny schwer, Ray am nächsten Morgen wach zu bekommen. Er schien gar nicht richtig aus dem Schlaf zu kommen. Als sie Ray endlich so weit wach hatte, dass er aufstand, waren sie schon zehn Minuten zu spät zu ihrem Termin mit Dr. Heuser. Jenny war genervt und gestresst. Sie drängte Ray sich zu beeilen, doch dieser schien sich nur noch mehr Zeit zu lassen. „Ich geh schon mal zum Auto, vielleicht schaffst du es schneller, wenn ich nicht da sind“, sagte Jenny genervt und verschwand aus dem Zimmer.
Während sie auf den Aufzug wartete ärgerte sie sich über Ray. Sie fuhren schließlich für ihn in die Klinik. ‚Wenn ihm das alles zu viel ist, sollte er vielleicht gar nicht mehr mit ins Hotel kommen’, dachte sie mürrisch.
Gerade als der Aufzug endlich angekommen war, bemerkte Jenny, dass sie den Autoschlüssel auf der Theke liegen lassen hatte. Genervt ging sie zu ihrer Zimmertür zurück und klopfte dagegen. Nachdem Ray ihr die Tür nicht aufmachte, suchte sie wütend nach ihrer Schlüsselkarte und öffnete genervt die Tür.
„Ich hab den Schlüssel vergessen. Bist du mittlerweile fertig?“, rief sie beim Türöffnen in den Raum. Doch sie bekam keine Antwort.
„Ray, Baby. Jetzt sei nicht böse. Ich hasse es einfach zu spät zu kommen. Ich wollte dich nicht stressen. Wo bist du?“
Jenny suchte das Zimmer mit ihren Augen ab, konnte Ray jedoch nicht sehen. Mit einer bösen Vorahnung ging sie ins Badezimmer.
Nizza. Dejavu. Ray lag einfach auf dem Boden und reagierte nicht mehr auf ihre Worte. Jenny hatte schon ihr Handy in der Hand bevor sie sich zu Ray runtergebeugt hatte. Sie rief nicht den Notruf, sondern direkt die Klinik an und bestellte einen Krankenwagen.
Jenny beugte sich zu Ray und stellte mit Erleichterung fest, dass er atmete. Sie legte seinen Kopf auf ihren Schoß und begann ihn zu küssen. „Schatz, die Ärzte werden gleich da sein. Halt durch. Du kannst mich noch nicht verlassen. Bitte halt durch. Es tut mir so leid.“