Wenn man große Träume hat, muss man auch große Opfer bringen. Das war mir immer klar. Allerdings habe ich mir das leichter vorgestellt. 
Ich habe mein Leben hier immer zu schätzen gewusst. Die wundervollen Menschen, mit denen ich mich umgebe immer als etwas Besonderes angesehen, die Dinge, die ich erleben durfte immer als kostbare Erinnerungen gespeichert. 
Doch besonders in den letzten Tagen habe ich mein Leben hier zu lieben und schätzen gelernt. Wenn man kurz davor ist etwas aufzugeben und hinter sich zu lassen, wird einem der Wert dieser Dinge erst wirklich deutlich.http://www.freundin.de/Psychotest/23686697_482dad8d56.jpg

Man fängt an sich zu fragen, was man von seinem eigenen Leben erwartet und ob man dies nicht eigentlich schon längst gehabt hat. Die Möglichkeit etwas verlieren zu können, öffnet einem erst die Augen dafür, wie wichtig es einem ist.

Doch leider können wir die meisten Dinge auch nicht auf- oder festhalten. Dinge verändern sich und wir sind gezwungen uns mit ihnen zu verändern.

Wenn man begreift, dass man etwas, das man einmal hatte, nie wieder haben kann, dann muss man nach etwas suchen, dass genauso gut ist.

Je weiter meine Welt sich von mir wegbewegt, desto stärker möchte ich sie festhalten.

 

In einen neuen Lebensabschnitt geht man wahrscheinlich immer mit gemischten Gefühlen rein. Mit der Freude und Neugier, auf das was kommt, aber auch mit der Sehnsucht und der Trauer über das was war. Man beginnt alte Entscheidungen in Frage zu stellen, die einem zu neuen Entscheidungen gebracht haben. Man sieht alltägliche Dinge plötzlich mit völlig anderen Augen.

Man sieht sich selbst mit anderen Augen.

 

Ich habe etwas Tolles hier, ich merke immer mehr, wie sehr ich es liebe und wie sehr es mir fehlen wird, wenn ich es nicht mehr habe. Aber ich sehe auch, dass Menschen Entscheidungen treffen, dass wir alle unseren Weg weitergehen und es nichts bringt als Einzige stehen zu bleiben.

 

Ich habe gedacht, dass es einfacher wäre. Wahrscheinlich wollte ich glauben, dass es einfach ist. Ich habe mich geirrt.

 

Doch egal, wo dieser Weg mich hinführen wird, egal ob er eine Sackgasse ist oder ein Highway ins Glück, die Entscheidung zu gehen, hat mir bewusst gemacht, dass es sich gelohnt hat hier gewesen zu sein und dass es viele Gründe gibt, wieder zu kommen.

 

Ich freue mich, auf alles was mir bevorsteht. Aber ich schaue mit Stolz, Glück, Freude und Liebe auf das zurück, was ich hier bekommen habe. Ich danke all den wunderbaren Menschen, für die es sich komisch anfühlt, mich zu verabschieden. Seid euch gewiss, dass ich nicht nur heute schon die ein oder andere Träne für euch verdrückt habe.

 

Heute ist nicht alle Tage - ich komm wieder, keine Frage ;) 

 

 

 

 

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