Man nehme ein bisschen Leben, ein bisschen Drama und ein bisschen Schriftstellerin.
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Als er mit dem Rücken zu mir stand, war ich mir sicher. Es war nicht genug gewesen. Er liebte mich wahrscheinlich sogar, aber seine Zweifel, seine Angst, seine Vorgeschichte, all das war stärker als die Liebe, die sich in den sieben Monaten hatte aufbauen können. Er hatte gehofft hier seine Zweifel zu verlieren und genug zu bekommen um mich heiraten zu können. Aber er hatte nicht gefunden, wonach er gesucht hatte. Er verließ nicht nur Deutschland ohne mich, er verließ mich.
Bevor er sich in der Reihe für die Personenkontrolle anstellte, drehte er sich noch einmal um. Er griff in seine Hosentasche und hielt mir seine geschlossene Faust entgegen. Ich streckte meine Handinnenfläche noch oben zu ihm aus. Der kleine, naive Mädchenpart in mir hoffte darauf, dass er es sich doch noch anders überlegt hatte. Dass er mir jetzt hier doch noch einen Antrag machen würde. Doch eigentlich wusste ich, wie lächerlich es war.
„Ich hab dir gesagt, ich bringe dir dein Herz heile wieder zurück“, sagte er und ließ den herzförmigen Kieselstein aus seiner Hand gleiten, den ich am Fluss gefunden hatte. Mit zitternden Händen nahm ich ihn an mich. „Lässt du mir deins hier?“, fragte ich. Er sah auf den Boden, als stände die Antwort unter seinen Füßen. „Einen Teil auf jeden Fall.“
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Ich fragte mich ob wir je mehr als diese deutsch-amerikanische Fernbeziehung sein würden. Sollten wir irgendwann wirklich ein gemeinsames Leben führen, eine Familie gründen und uns um kleine Alltagsprobleme streiten oder würden wir immer nur eine romantische Erinnerung im Leben des Anderen sein? Etwas, an das man immer zurück denken und sich fragen würde, was gewesen wäre, wenn. Würden wir unsere Geschichte irgendwann einmal tatsächlich unseren Enkeln gemeinsam erzählen oder würden wir uns allein an den anderen erinnern? Konnte eine Geschichte wie diese ein wahres Happy End haben oder war sie sowieso schon viel zu romantisch um wahr zu sein? Ich war mir nur in einem klar. Dass wir uns nie vergessen würden. Dass wir uns gegenseitig verändert hatten und ab jetzt für immer mit den Konsequenzen unserer Begegnung leben mussten.