kaum zu glauben, dass sie wirklich nicht mehr da sein wird
dass sie nie wieder ihre Augen auf machen
ihre Lippen öffnen
und ihre Lunge mit Luft füllen wird.
Dass ich nie mehr ihre Hand halten werde, sie nie wieder küssen kann.

Einen Menschen zu verlieren den man liebt, reißt ein Stück aus dem Herzen, das nie mehr repariert wird. Auch wenn ich weiß, dass es ihr jetzt besser geht, dass es kein Ende eines Lebens sondern das Ende eines Leidens war,
bin ich wütend darauf, dass sie mir genommen wurde.
Wütend auf Gott, dass er mir sie weggenommen hat, wo ich nur 20 Jahre etwas von ihr hatte und er mich jetzt schon zu einer Enkelwaisen macht
und wütend auf mich selbst
weil erst ihre Krankheit mich zu ihr geführt hat
und weil ich durch meine Feigkeit und Schwäche nicht in der Lage war, sie am letzten Tag zu besuchen.

Ich kenne keinen Menschen, der sein Leben und seinen Tod mit so viel Kraft gemeistert hat.
Ich kenne keinen Menschen, der so viel gegeben und nur so wenig genommen hat wie sie.
Ich wäre so gerne wie sie, ich hoffe ich werde irgendwann so werden.
Denn sie hatte keine Angst
sie hatte keine Trauer um sich selbst
nur um uns, die, die zurückbleiben mussten.
Ich bin stolz, dass ich eine Nachfahrin von ihr bin
und ich bin froh, dass ich wenigstens jetzt gemerkt habe, wie wunderbar sie wirklich war.
Sie war die letzten Wochen mein Leben
ich habe mein Leben nach ihr gerichtet so wie sie es ihr ganzes Leben für uns alle getan hat.

Dass sie nie mehr bei mir sein wird kann ich nicht glauben.
In meinem herzen ist sie noch so real
so echt
so nah

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