http://www.gnomad.de/wp-content/uploads/2008/12/wp-contentuploads2008xmas-3.jpgEndlich ist sie da. Die besinnliche Weihnachtszeit, in der die Familie zusammen rückt, die Menschen untereinander freundlich sind. In der die Luft nach Glühwein und Lebkuchen riecht, die Kinder mit strahlenden Augen die Fensterbeleuchtungen anschauen und man sich vor einen knisternden Kamin wünscht. 

In der Nähe vor allem körperlich ist, in der Niemand alleine zu sein scheint und man sich über die kleinen Dinge im Leben freuen kann.

Ach du besinnliche Weihnachtszeit.

 

Endlich wieder ein Grund, die Verwandten zu besuchen, für die man das ganze Jahr keinen anderen Grund gefunden hat. Zeit, um endlich Geschenke zu machen, die der andere sicher unbedingt braucht. Zeit, in der die Geschäfte so voll sind, dass man als Klaustrophobiker selbst seine Lebensmittel am besten im Internet bestellt. Zeit, in der der schöne weiße Schnee für Chaos auf den Straßen sorgt und irgendwann zu grauem Matsch mutiert.

Ach du besinnliche Weihnnachtszeit.

 

Nein, ich bin kein Fan von Weihnachten. Ich finde es aufgesetzt, unnatürlich und erzwungen. Für Geschenken und Besuche, die ich machen will,  brauche ich keinen vorgenannten Termin um dies zu tun. Ich brauche keine Feiertage im Jahr, an denen ich ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich sie nicht mit diversen Leuten zusammen verbringe. Ich brauche keine Geschenke, die aus Zwang und nicht aus Freude kommen.

 

Warum machen wir gerade aus Weihnachten so eine riesen Sache? Kein anderer Feiertag wird so hochgepusht wie Weihnachten. Und mir kann keiner sagen, dass das noch etwas mit der Geburt Christi zu tun hat.

Ich finde Weihnachten problematisch. Dank der Vorstellungen, die uns die Industrie vermitteln, ist man gezwungen, fröhlich mit seiner Familie Zeit zu verbringen. Wenn ich aber nicht fröhlich bin? Oder keine Familie habe? Oder mit meiner Familie nicht fröhlich sein kann?

Dann bin ich doch schon wieder kein Teil dieser Gesellschaft.
Dann bin ich anders.

Bemitleidengswert.

 

Oder ich finde jemanden, der mich aufnimmt und mich nicht alleine sein lässt.

Und habe mein persönliches Weihnachtswunder.

Und habe eine Familie.

Und  bin fröhlich.

 

In diesem Sinne,

 

schöne Feiertage

von einer sich ins Jahr 2012 wünschenden

Jana Eve

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