und plötzlich kennt dich jemand...
von dem du am wenigsten erwartet hast, dass er dich versteht.
Manchmal blicken uns die Menschen am tiefsten in die Seele, von denen wir es selbst am wenigsten erwartet haben und helfen uns damit, uns selbst ein bisschen besser zu verstehen, uns selbst kennen zu lernen.
Ich habe heute plötzlich verstanden, wieviel ich mir in der letzten Zeit emotional selbst aufgehalst habe. Und dass wenn ich nicht selbst bald die Notbremse ziehe, damit gegen eine Wand fahre, die mir mehr als Kopfschmerzen bescheren wird.
Wir alle leben ständig mit Angst. Ein bisschen Existenzangst, ein bisschen Zukunftsangst, Angst vor dem Leben, Angst vor dem Tod. Angst etwas zu verlieren, das uns wichtig ist, Angst etwas zu riskieren, Angst nicht glücklich zu werden. Aber wenn wir zu verbissen danach streben, alles zu schützen, was uns wichtig ist, immer einen doppelten Boden einbauen, wenn die Angst unser ständiger Begleiter ist, dann hält sie uns fest, lässt uns nicht weiterkommen und zieht uns in ein Loch. Sie raubt uns den Schlaf, der uns die Kraft gibt, um jeden Tag weiter zu machen, den Mut, den es erfordert um der Mensch zu werden, der man selbst gern sein möchte.
Wenn wir uns ständig fragen, was passieren kann, was schief gehen oder was vielleicht erst gar nicht passieren könnte, dann verschwenden wir die Zeit, die wir sonst dafür nutzen könnten glückliche Momente mit Menschen zu verbringen, Chancen zu bekommen und das Leben zu erleben.
Eine Schnecke, die immer in ihrem Haus bleibt, wird vielleicht nicht so schnell zertreten oder gefressen. Sie wird nicht im Regen ertrinken. Aber sie wird auch nie die Sonne sehen, das Gras berühren. Und wenn sie dann doch zertreten wird, in ihrem Häuschen, was hat sie dann von ihrem Leben gehabt?
Sich Gedanken um etwas zu machen ist gut. Doch sich von Sorgen zerfressen zu lassen, lässt nur noch mehr Sorgen aufkommen.
Wenn wir merken, dass wir uns selbst zu viel auf die eigenen Schultern gelegt haben, wenn wir Rückenschmerzen von dem Gewicht bekommen, das die Welt auf uns zu drücken scheint, dann müssen wir manchmal einfach ein bisschen Balast abgeben. Einen der vielen Träume nach hinten stellen, bis wir genug Kraft haben um nach den Sternen zu greifen.
Wenn wir dem Marathon nicht gewachsen sind, erstmal einen Fuß vor den anderen setzen. Sich auch mal von jemandem an die Hand nehmen lassen.
Nach Hilfe zu fragen ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Auch wenn man manchmal stark für die sein muss, die es nicht können, müssen wir nicht immer stark sein. Jeder darf seinen schwachen Moment haben, in dem er die einzelnen Stücke wieder aufsammeln und zusammen setzen muss.
Das Wichtige ist nur, immer wieder den Mut haben aufzustehen, wenn wir gefallen sind. Und eine helfende Hand zu ergreifen, auch wenn es einfacher erscheint einfach liegen zu bleiben.