Zweifel
Zweifel- wo kommen die eigentlich immer plötzlich her? Aus dem Nichts, dort wo vorher noch Zuversicht war, können sie manchmal wie ein Schatten das Gemüt verdunkeln.Meistens ändert sich an der eigentlichen Situation nichts und trotzdem sind sie plötzlich da: Zweifel.
Zweifel an sich selbst, Zweifel an den eigenen Träumen, Stärken, Fähigkeiten. Zweifel an anderen, an deren Aufrichtigkeit, deren Stärken, Gefühle, Mut. Zweifel an dem großen Ganzen. Zweifel daran, dass man es noch nicht erkannt hat, Zweifel daran, dass es gar nicht weiß, was das Beste für uns ist. Zweifel daran, welcher Weg der Richtige ist. Zweifel an das, an das man sich nur noch blass erinnern kann. Zweifel daran, was wahr und was nur Wunschdenken ist. Zweifel an dich, an das man gestern noch fest geglaubt hat.
Zweifel sind ganz normal. Sie beweisen nur unsere Fähigkeit nachzudenken. Aber trotzdem können sie dich an einem Tag so erdrücken, dass du es nicht schaffst, auch nur einen Moment an etwas anderes zu denken. Und egal wie gut man sich selbst zu reden mag, man schafft es nicht sie zu beseitigen. Brauchen wir dort jemand anderen zu? Oder kann uns erst recht niemand anderes von unseren Zweifeln abbringen?
Ich stelle fest, dass Worte eben nur Worte sind. Dass sie zwar Gefühle verändern, aber keine Situationen. Sie können stark machen um Taten zu begehen, aber werden Taten nicht begangen, sind die Worte leer und sinnlos gewesen.
Und bleiben immer das, was sie waren. Worte, Buchstaben mit Leerzeichen. Imagination. Sind Zweifel mehr als Worte? Oder können sie genauso einfach verschwinden? Oder halten gerade sie uns von den Taten ab, die das Wort zu einer Veränderung gemacht hätte?