Fahrrad fahren ist etwas, dass kann man immer, wenn man es einmal gelernt hat. Genauso wie schwimmen. Es gibt einfach Dinge im Leben, die muss man einmal lernen und dann kann man sie immer, egal wie lange man es nicht mehr getan hat.
Ist das denn auch mit dem Lieben so ? Ist Lieben etwas, dass man nicht verlernen kann oder besteht die Gefahr, dass man vergisst wie es geht, wenn man es zu lange nicht mehr gemacht hat?
Können wir verlernen, Liebe zu fühlen, Liebe zu empfangen oder Liebe zu gehen? So wie wir die Regeln eines Spiels vergessen?
Kann man es jemanden wieder beibringen, der es verlernt hat ?

Manchmal denke ich lieben ist wie atmen. Wir können es ab dem Moment an dem wir auf die Welt kommen. Wir können lieben ohne dass wir es lernen müssen. Wir lieben bedingungs- und regellos, einfach vor uns hin.
Aber im Laufe unseres Lebens erfahren wir Liebe von anderen, Abweisungen, werden verletzt, werden getröstet und wieder verletzt. Wir verletzen andere, gewollt und oft ungewollt. Wir lernen wie wir lieben dürfen, wie andere geliebt werden wollen, wieviel wir zeigen wollen.
Wir bekommen Angst vor der Liebe.
Wir flüchten in die Liebe.
Wir lernen so viel darüber, wie und wen wir lieben dürfen.

Und was wenn man dann keinen mehr hat den man lieben kann? Und keinen der einen lieben will?
Oder wenn wir es einfach nicht mehr zulassen geliebt zu werden und Liebe zu geben?

Verlernen wir es dann, bis wir irgendwann nicht mehr lieben können und brauchen wir nur jemanden der uns wieder zeigt wie es geht? Müssen wir vielleicht nochmal bei 0 anfangen und alle Fehler der Liebe ein 2. Mal machen um sie wieder zu  verstehen?

Ich glaube wir haben das Lieben verlernt, wenn wir verlernt haben zuzuhören, zwischen den Zeilen zu lesen, Vertrauen zu schenken, Vertrauen zu verdienen, das Gute auf sich wirken zu lassen und nicht immer nur das schlechte zu sehen. Wenn wir aufhören den Menschen zu vertrauen, die uns Gutes tun wollen und nicht mehr an sie glauben.

Ich hab Angst das Lieben zu verlernen...

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