Per aspera ad astra
Kennt ihr diese Menschen, denen alles einfach so zufliegt? Die es im Leben von Grund auf einfach ein bisschen leichter haben? Die schneller bekommen, was sie wollen, die mehr bekommen als was sie brauchen, die irgendwie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind? Die morgens schon schön aus dem Bett rollen und im Poker all in gehen nur um am Ende des Abends mit vollen Taschen nach Hause zu gehen?
Ja, ich bin jedenfalls keiner von denen. Ich hab für alles was ich haben immer warten und kämpfen müssen. Wenn ich am richtigen Ort war, dann zur falschen Zeit. I made things work. Ich habe Dinge aufgegeben, verlassen, hart erarbeitet. Ich musste auf der Urteil anderer warten bis ich bekommen habe, was ich wollte oder brauchte.
Und natürlich ist es ein gutes Gefühl, wenn am Ende einer langen, harte Reise der erwünschte Preis auf einen wartet. Und doch ist es sehr ermüdend. Es ist anstrengend, wenn man das Gefühl hat, dass alles, was man möchte wie Zähne ziehen ist: Unangenehm, langwierig und niemals schnell genug vorbei. Und dann sehen wir um uns herum die anderen, mit ihren perfekten Zähnen, die noch nie eine Zahnarztpraxis von Innen gesehen haben und wahrscheinlich niemals werden.
Manchmal bin ich müde. Zu müde um für all mein Wünsche zu kämpfen, zu müde um nach dem 7. Niederschlag aufzustehen. Ich habe es satt von den Entscheidungen andere abhängig zu sein, ich will nicht mehr auf das große Wunder warten. Ich will mir nicht alles erkämpfen müssen, ich will auch einfach mal etwas gegeben bekommen. Manchmal möchte ich aufgeben, mich mit weniger zufrieden stellen, 90% als gut genug akzeptieren.
Dann muss ich mich selbst daran erinnern wohin mich all Opfer geführt haben. Ich mache mir bewusst, dass es immer Luft nach oben gibt, dass es immer einen Grund zum weiter kämpfen gibt. Dass ich all das haben kann, wenn ich nur bereit bin alles dafür zu geben. Wir können nicht einfach schlapp machen. Wir müssen für das einstehen, an das wir glauben, wir müssen Steine aus dem Weg räume und neue Wege finden, wo Türen verschlossen sind. Wir müssen andere mit uns reißen, sie von der Großartigkeit unserer Ideen überzeugen. WIr dürfen nicht aufgeben.
Ich denke Zweifel sind ok. Ich denke Pause sind ok. Energie tanken ist wichtig um weiter machen zu können.
Per aspera ad astra - der Weg zu den Sternen ist steinig!