Der Schmetterlingseffekt
Die Chaostheropie besagt, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings auf der anderen Seite der Erde einen Orkan auslösen kann. Damit ist vor allem gemeint, dass kleine Abweichungen langfristig ein ganzes System vollständig und unvorhersagbar verändern können. (wikipedia)
Die kleinsten Entscheidungen können unser gesamtes Leben verändern und nicht nur unseres, sondern damit auch das von den Menschen um uns herum, die damit das Leben weiterer Menschen verändern. Eine simple Handlung kann der Auslöser für eine völlig neue Sitaution sein, für neue Motive, neue Wünsche, neue Handlungen.
Manchmal passieren Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Da wir nie wissen, was unsere Handlungen auslösen, können wir uns auch nicht immer für ihren Effekt verantwortlichen machen. Es hilft niemanden, sich zu fragen "was wäre gewesen, wenn?"
Die meisten Dingen stehen weit über unserer Macht. Sie passieren, ohne das jemand ihren Grund, ihren Sinn oder gar ihren Ablauf verstehen kann. Was uns bleibt, sind die Ergebnisse. Und die Unwissenheit mit ihnen umzugehen.
Das Leben ist nicht gerecht. Es gibt leider keine Waagschale, in die jemand gute und böse Dinge legt, und sie gegeneinander aufwiegt. Und Gott gibt dir auch nicht immer nur genau so viel wie du tragen kannst. Er hat nämlich gar keine Ahnung, wo Schluss sein muss. Oder er hielte einige von uns für Superhelden.
Tatsache ist, dass wir erst wissen, wie stark wir sind, wenn stark sein unsere einzige Option ist. Und Tatsache ist auch, dass Dinge unser Leben verändern, die wir nicht verantworten, beeinflussen oder regeln können. Dass wir vielleicht immer meinen Entscheidungen treffen zu können, unseren Plan im Leben verfolgen zu können, wo wir aber im Endeffekt doch machtlos gegen das sind, was das Schicksal, Gott, das Chaos oder sonst wer uns in den Weg schmeißt.
Uns bleibt das Hoffen, dass es am Ende alles gut wird. Uns bleibt die Wut, wenn Dinge passieren, die keinen Sinn machen. Und bleibt das Glück, wenn sich Dinge zusammenfinden, die zusammengehören.
Was ich daraus lerne? Dass ich mir um meine schlechten Entscheidungen keine allzu großen Sorgen mehr mache. Denn wer kann mir sagen, dass der andere Weg nicht unvorhergesehen unter mir zusammengebrochen wäre.
Die wichtigste Entscheidung ist die, wann wir an etwas festhalten und wann wir es loslassen. Mit wem und bei wem wir sein wollen. Und wie unwichtig die meisten Dinge tatsächlich sind, von denen wir unser Leben doch viel zu oft bestimmen lassen.
für dich.