Manchmal braucht man ein bisschen Wein...
und jemanden, der ihn trinkt um die Augen geöffnet zu bekommen, wenn man sich in sich selbst verrannt, vielleicht sogar verloren hat.
Manchmal leben zwei Seelen in unserem ( jedenfalls in meinem ) Körper. Die eine lässt sich von unserem Herzen lenken, sie lässt dich naiv sein, lässt dich unmögliche Dinge möglich machen. Sie unterstützt dich unvernünftig zu sein, sie rät dir dein Glück blind zu suchen, sie verschleiert Gefahren.
Die andere, die sich von unserer Vernunft leiten lässt, lässt dich nachts manchmal nicht schlafen. Sie gibt dir Gründe, etwas erst gar nicht erst zu versuchen, aus Angst zu scheitern. Sie lähmt dich, um dich vor den Konsequenzen zu beschützen. Sie baut Mauern um deine verletzbare Seele, damit ihr kein Haar gekrümmt wird. Sie kämpft gegen das Herz, sie glaubt nicht an Happy Ends, sie glaubt eigentlich nicht einmal an die Liebe.
Und hier sitzen wir, im Kampf mit uns selber und werden ganz verrückt dabei. Möchten auf die eine Stimme hören, aber die andere schreit zu laut. Wir wollen der einen glauben, während die andere uns davor warnt auch nur irgendjemand anderem als ihr zu zuhören.
Schreibt das Leben Happy Ends?
Gibt es wahre Lovestorys oder nur die, die Nicholas Sparks schreibt?
Was wird in einem Jahr aus uns geworden sein? Was in 10?
Wo liegt unser aller Glück und wartet auf uns? Wartet es überhaupt?
Zum Glück kann niemand diese Fragen beantworten. Weder das Herz noch die Vernunft haben eine Antwort. Warum sich also jetzt schon mit Problemen den Tag vermiesen, die wir vielleicht nie haben werden?
"Worry is a down payment on a problem you may never have."
Ja, ich wollte immer, dass mein Leben eine gute Geschichte ist. Ich wollte mich nie mit einem Ladenhüter abfinden, sondern einen Bestseller leben. Ich stecke gerade mittendrin. Zu großen Geschichten gehören große Helden. Große Helden machen große Fehler aber sie haben vor allem großen Mut.
"Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende."
Demokrit, griechischer Philosoph, 460 - 371 v.Chr.
Einen Dank an den "Wein", der mich zu mir selbst geschubst hat. Ich hatte mich zu lang angeschwiegen und gestern endlich nochmal mit mir reden können. Wir verstehen uns wieder ganz gut.
Kein Fehler kann dein ganzes Leben wirklich zerbrechen. Aber es nicht zu versuchen kann dich davon abhalten, das Leben zu leben, das auf dich wartet. Also gehen wir los, machen den vielleicht größten Fehler unseres Lebens, allein um sich nicht selbst im Weg gestanden zu haben, sich selbst weggekettet zu haben. Ein Vogel, der nie aus Nest geworfen wird, wird nie fliegen.
Ich werd springen und wir werden sehen, ob meine Flügel stark genug sind oder ob ich mich auffangen lassen muss. Danke, dass ich mir sicher sein kann, dass ich nicht ungebremst auf dem Boden aufschlage.
So, ich schreib dann mal einen Bestseller übers Fliegen ;)
xoxo
Jana Eve