Home sweet Home
Es wird empfohlen diesen Song während des Lesens des folgenden Artikels zu hören.
Der Autor John Ed Pearce hat es wahrscheinlich sehr gut getroffen als er schrieb : "Home is a place you grow up wanting to leave,
and grow old wanting to get back to. "
Momentan kann ich ihm vor allem für den ersten Teil dieses Zitats zum Teil zustimmen. Wenn ich "Home" als Heimat sehe, als Ort,
an dem ich geboren und
aufgewachsen bin, dann hat er Recht. Dann ist Heimat der Ort, den man, wenn auf dem Weg zum "erwachsen" werden ist, verlassen will. Wir wollen raus, in die große, weite Welt, etwas Neues sehen, neue Menschen kennen lernen, uns verändern und neue Eindrücke sammeln.
Und dann zurückkehren, wenn wir alt sind?
Das weiß ich nicht.
Weil was ist, wenn dieser Ort nicht der Ort ist, an dem man sein Glück finden wird? Weiß man das, spürt man das und muss dann nur die Entscheidung treffen und wirklich gehen oder lassen wir uns manchmal auch von der Ferne zu sehr anlocken? Bedeutet Neues zu finden auch Besseres zu finden? Bedeutet neue Menschen kennen lernen die alten hinter sich lassen zu müssen?
Wenn ich das Wort "Home" als Heimat übersetze ist es also der Ort, an dem ich aufgewachsen bin.
Wenn ich das Wort "Home" aber als Zuhause übersetze, dann ist das doch der Ort, an dem ich meine Zukunft sehe. Der Ort zu dem ich passe. Der Ort, der zu mir passt.
Doch woher weiß ich, wann ich diesen Ort gefunden habe?
Christian Morgenstern hat dazu folgendes gesagt: "Home is not where you live, but where they understand you." Oder eben: "Nicht da ist man zu Hause, wo man seine Wohnung hat, sondern da wo man verstanden wird."
Vielleicht ist das Leben auch nur die Suche nach einem Zuhause. Nach einem Zuhause, das irgendwo auf einen wartet oder das man sich selbst irgendwo schaffen kann.
Ich glaube es gibt Orte und Menschen, die einfach zusammen gehören. Die besser zueinander passen als andere. Woran man merkt, dass man diesen Ort gefunden hat, weiß ich nicht. Man spürt es vielleicht einfach.
Daran, dass die Menschen dort zu einem passen.
Daran, dass es sich anfühlt immer dort gewesen zu sein.
Daran, dass man zwar trotzdem das vermisst, was man zurück gelassen hat, dass man aber trotzdem weiß, dass es das alles wert ist.
Daran, dass man sich angekommen fühlt.
Zuhause ist vielleicht der Ort, an dem man sein Happy End findet. Der Ort, an dem nicht alles perfekt ist, aber für den man selbst das Perfekte verlassen würde.
Vielleicht müssen wir manchmal viele Orte sehen, um den richtigen zu finden. Vielleicht müssen wir unsere Heimat aber auch nie verlassen.
Manchmal weiß man vielleicht nicht wohin man gehen soll. Aber gerade dann ist es wichtig, nicht stehen zu bleiben.
Ich weiß nicht wann, aber ich weiß wohin.
Ich weiß nicht warum, aber ich weiß wofür.
Und ich weiß nicht ob es gut geht. Aber ich weiß, dass es einen Versuch wert ist.
Ich weiß, dass ich irgendwann gehen muss.
Schritt für Schritt.
Einen Fuß vor den anderen.
Vielleicht ist es eine Reise, vielleicht ist es eine Flucht.
Vielleicht ist es ein Abenteuer.
Vielleicht ist es aber auch nur eine Heimkehr. Zu einem Ort, der dem Kopf vielleicht fremd, dem Herzen aber wohl bekannt ist.
Und ich glaube daran, dass je schwerer es ist zu gehen, desto leichter wäre es zurückzukehren.
Bethany Joy Lenz:
"Don't it get lonely out there, little darling
Well come on home
I'll be here with open arms
To hold you
When you arrive
I'll be here with open arms
To show you
Where you belong
If you're missing come on home."
>> I'll be here with open arms, to hold you, when you were wrong <<